dr. med. alfons traut

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tauglichkeitskriterien


der umfang der untersuchung und die anforderungen an die fliegertauglichkeit richten sich sich nach der art der erlaubnis (klasse i oder ii), für die das tauglichkeitszeugnis auszustellen ist.
bei einem bis dato gesunden menschen besteht in den meisten fällen tauglichkeit. der fliegerarzt stellt dann ein tauglichkeitszeugnis für die jeweilige klasse aus. das tauglichkeitszeugnis erhält nur der bewerber. eine meldung an irgendeine behörde erfolgt nicht. in allen fällen, in denen der fliegerarzt zu dem urteil gelangt, daß keine tauglichkeit zum führen eines luftfahrzeuges vorliegt, erfolgt parallel zu der aushändigung eines untauglichkeitszeugnisses an den bewerber eine meldung an die zuständige erlaubnisbehörde und an das lba ohne nennung von medizinischen befunden. der fliegerarzt unterliegt auch hier - wie bei jeder ärztlichen tätigkeit - der ärztlichen schweigepflicht.
die gesetzlichen richtlinien definieren zum teil eindeutige erkrankungen oder befunde, die automatisch zur untauglichkeit führen (kein ermessensspielraum des fliegerarztes). daneben existiert für eine große anzahl von erkrankungen und befunden eine solche starre festlegung nicht, hier hat der fliegerarzt einen ermessenspielraum der individuellen entscheidung.
die verweigerung eines medizinischen tauglichkeitszeugnisses zum führen eines luftfahrzeuges durch den fliegerarzt ist nicht zwangsläufig als endgültiges urteil zu verstehen. in allen fällen, in denen der fliegerarzt als untauglich befundet, kann der bewerber eine überprüfung der fliegerärztlichen entscheidung durch die zuständige stelle (bei klasse 1 immer das lba, bei klasse 2 in der regel die länderbehörde) beantragen. es kann dann in einer einzelfallentscheidung, für die immer eine kostenpflichtige begutachtung erforderlich ist, die tauglichkeit (evtl. mit auflagen)  ausgesprochen werden.

 

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